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Ayurvedische Kosmetik

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Ayurveda – kurze Einführung

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Was ist Ayurveda?

Ayurveda ist eine Wissenschaft vom Leben. Um also mehr darüber zu erfahren, müssen wir wissen, was Leben ist. Leben im Sinne von Ayurveda ist eine Kombination von Sinnen bzw. Gefühlen, Verstand bzw. Geist, Körper und Seele. Die ayurvedische Definition des Begriffes „Leben“ macht klar, dass dieser nicht nur auf den Körper oder die physischen Symptome begrenzt ist, sondern auch ein ausführliches Wissen über spirituelle, mentale und soziale Gesundheit umfasst.

Ayurveda ist abgeleitet aus zwei Worten (Ursprüngen) des Sanskrit:

Ayur = was soviel bedeutet wie „Leben“, und

Veda = was soviel bedeutet wie „Wissen“.

Seine Wurzeln hat Ayurveda in den alten vedischen Schriften. Ayurveda ist ein System von Diät, Heilung und Aufrechterhaltung der Gesundheit. Es ist höchstwahrscheinlich die älteste Wissenschaft vom Leben.
 

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Die Rolle der Ayurveda

Ayurveda lehrt uns, unseren Körper zu verstehen, unsere besondere Natur und unsere individuelle Mischung von Elementen auf einer tiefen physischen, mentalen und emotionalen Ebene. Mit diesem Wissen sind wir in der Lage, Aktivitäten, Bedingungen, Kräuter und Nahrung zu identifizieren, die einerseits unsere Gesundheit erhalten und uns im Gleichgewicht halten und andererseits solche, die uns krank machen und aus dem Gleichgewicht bringen.

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Ayurveda und Gesundheit

Ayurveda gestaltet einen wesentlichen Teil unserer täglichen Handlungen von Millionen Menschen weltweit. Seine Prinzipien werden nicht nur zur Behandlung von Personen angewendet, welche krank sind, sondern auch zur ausgewogenen Ernährung und zur Schaffung einer harmonischen Umwelt, um in ihr zu leben. Ayurveda bringt dem Leben das Konzept der Gesundheitsvorbeugung und –vorsorge sowie der Förderung der Gesundheit. Das Ziel von Ayurveda ist es, dem Einzelnen bei der Erforschung des Wissens vom Leben und der Gesundheit Hilfestellung zu geben.

Gesundheit ist die Grundlage eines ausgewogenen chemischen Gleichgewichts in einem lebenden Organismus. Unsere Gesundheit hängt von den chemischen Umweltbedingungen in und außerhalb unseres Körpers ab. Nahrung spielt bei der Gestaltung unserer inneren chemischen Umwelt eine wichtige Rolle.
 

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Prinzipien der Ayurveda

Um ein detailliertes Verständnis davon zu haben, was natürliches, gesundes Leben ist, sind die Prinzipien der Ayurveda unverzichtbar. Überall auf der Welt nehmen Menschen mehr und mehr die Bedeutung und die Vorteile war, welche die Eigenverantwortung für das eigene Wohlbefinden bedeutet. Deshalb ist Ayurveda das perfekte System, dieses Ziel zu erreichen.

    Die fünf Elemente

    Unsere gesamte Existenz ist das Zusammenspiel verschiedener Frequenzen von Vibrationen, welche von den ayurvedischen Sehern und Weisen in ein System von fünf Elementen eingeteilt wurden. Diese fünf Elemente sind die Mittler des primären Trägheitsprinzips von Bewusstsein und die materialisierte Form der universalen Energie.
    Akasha, oder Äther entwickelte sich zuerst und ist das feinste der fünf Elemente. Von ihm kommt Luft, von Luft entwickelt sich Feuer, von Feuer entwickelt sich Wasser und von Wasser kommt Erde. Der menschliche Körper, welcher aus diesen Elementen besteht, wird ebenso von diesen ernährt und erhalten.

    Die drei Doshas

    Gemäß der Ayurveda sind die drei Arten der doshas:

    • Vata (Wind/ wind)
    • Pitta (Galle/ bile)
    • Kapha (Schleim/ mucus)
       

    Diese sind verantwortlich für alle Funktionen des menschlichen Organismus. Wind, Galle und Schleim präsentieren entsprechend Luft, Feuer und Wasser. Jedes dosha spielt eine eigene Rolle bei der Erhaltung des Körpers.

    Individuelle Temperamente

    Diese drei doshas produzieren unterschiedliche Temperamente und physikalische Typen, abhängig von deren individuellen proportionalen Verhältnis. Einige Menschen sind eindeutig dominiert durch eine der drei doshas, während andere von verschiedensten Kombinationen dominiert werden.

    Es gibt sieben Kategorien, von denen drei wesentlich sind:

    • Wind dominierte Personen (vata)
    • Galle dominierte Personen (pitta)
    • Schleim dominierte Personen (kapha)
    • Wind und Galle dominierte Personen (vata und pitta)
    • Wind und Schleim dominierte Personen (vata und kapha)
    • Galle und Schleim dominierte Personen (pitta und kapha)
    • Wind, Galle und Schleim dominierte Personen ( vata und pitta und kapha zu gleichen Anteilen)

    Dhatus

    Das Wort „dhatu“ stammt von dem Wort „dha“, was soviel bedeutet wie „stellen, setzen, legen, platzieren“. Das dhatu platziert den Körper in eine Form bzw. konstruiert ihn. Deshalb sind die dhatus bekannt als die grundlegenden Prinzipien oder Elemente des Körpers. dhatus werden beeinflusst durch die doshas.

    Es gibt sieben dhatus:

    • Rasa (Plasma),
      gewonnen von der Essenz von Nahrung, > sorgt für Ernährung
    • Rakta (Blut),
      gewonnen von der Essenz von rasa, > sorgt für Vitalität, Lebendigkeit
    • Mansa (Fleisch),
      gewonnen aus der Essenz von rakta, > sorgt für Stärke, Kraft
    • Meda (Fett),
      gewonnen von der Essenz von mansa, > sorgt für Energie
    • Asthi (Knochen),
      gewonnen aus der Essenz von meda, > sorgt für (Unter)-stützung
    • Maija (Mark),
      gewonnen aus der Essenz von asthi, > sorgt für Viscidity
    • Shukra (Samen),
      gewonnen aus der Essenz von maija, > sorgt für Befriedigung, Zufriedenheit

    Die sechs Geschmacksrichtungen

    Alle Nahrung die wir essen, hat eine chemische Natur und obwohl sie aus unterschiedlichen Chemikalien bestehen, produzieren sie nur sechs unterschiedliche Geschmacksrichtungen: Süß, sauer, salzig, bitter, scharf und herb (astringent)
    Jede dieser Geschmacksrichtungen ist eine Kombination von zwei der fünf Elemente: Erde, Wasser, Feuer, Luft und Äther.

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Die drei Doshas

Wenn die drei doshas in Harmonie zueinander stehen, ist das Ergebnis ein Gefühl von Ausgeglichenheit (Balance) und Gesundheit; eine Unausgeglichenheit (Störung), welche möglicherweise durch einen Exzess (vriddhi) oder einen Mangel (kshava) eines oder aller doshas verursacht wird, führt zu einem Anzeichen oder Symptom von Krankheit. Unsere physikalische Konstitution und unsere Gesundheit, beide hängen von der Ausgeglichenheit und dem Zusammenspiel der „tridoshas“ ab.

Die drei doshas sind bekannt als vata, pitta und kapha. Jedes dosha hat seine eigene Rolle zu spielen bei der Aufrechterhaltung des Körpers. Das rhythmische Muster der doshas schwankt periodisch, weil die doshas durch Ort, Klima, Jahreszeitenwechsel, Diät und andere Faktoren beeinflusst werden.

Von den drei doshas spielt Wind die Schlüsselrolle. Galle und Schleim bewegen sich nicht aus ihrem Zentrum, es sei denn, der Wind trägt bzw. bewegt sie innerhalb des Körpers. Wenn nur eine dieser drei doshas gestört ist, dann sind die daraus entstehenden Krankheiten relativ einfach zu behandeln. Krankheiten, welche durch eine Störung von zwei doshas hervorgerufen sind, werden häufig chronisch und ihre Behandlung benötigt mehr Zeit. Wenn Krankheiten durch die Störung aller drei doshas hervorgerufen werden, sind die Beschwerden sogar in der Regel noch schlimmer.

    Vata (Wind)

    Die wörtliche Übersetzung von vata ist „Bewegung“.
    Vata ist das stärkste der drei doshas.
    Gebildet durch das Zusammenwirken von Raum und Luft, ist vata Bewegung – der Körper in Bewegung
    Vata ist der Urheber jeglicher Art von Bewegung im Körper.
    Aktivitäten wie Atmung, Transport der Nahrung im Verdauungstrakt, Zirkulation verschiedener Körperflüssigkeiten, Ausscheidung von Abfall und Nervenfunktionen werden hauptsächlich von vata beeinflusst.

    Faktoren, die vata negativ beeinflussen:

    • Das Essen von zuviel Kohl, Brokkoli, Blumenkohl, Gurke, Melone, Kartoffel, trockenes Brot, Fast Food, Äpfel usw.
    • Aktivitäten wie übermäßiges Reisen, wach bleiben bis spät in die Nacht, übermäßiger Genuss von Fernsehen usw.
    • Übermäßige sexuelle Aktivitäten

    Die Konstitution für eine vata – Person:

    • Klein, aktiv, dunkle Augen
    • Üblicherweise von schlanker Gestalt
    • Kreativer Denker
    • Dunkler Teint
    • Labil beim Treffen von Entscheidungen
    • Schwierigkeiten bei der Gewichtszunahme
    • Schwankende Stimmungen und Ideen
    • Kalte Hände und Füße, schwitzt wenig
    • Spröde, brüchige Nägel
    • Bevorzugt warmes Klima, Sonnenschein und Feuchtigkeit
    • Dunkles, starkes, drahtiges, welliges Haar
    • Liebt Snacks und knabbert gerne
    • Schwankender Durst

    Pitta (Galle)

    Die wörtliche Übersetzung von pitta bedeutet „das, was heizt, kocht oder verdaut“.
    Pitta wird gebildet durch das Zusammenwirken von Feuer als Energie der Veränderung und Wasser als Agent der Veränderung.
    Pitta ist verantwortlich für alle metabolischen und chemischen Funktionen im Körper.
    Pitta ist ebenso verantwortlich für Verdauung von Nahrung, Hunger, Durst, Mut, Augenlicht, Körpertemperatur, Intellekt und Farbe der Haut usw.

    Faktoren, die pitta negativ beeinflussen:

    • Übermäßiges Essen scharfer, saurer, würziger Nahrung wie Chillies, frittierte Nahrung, Aubergine, Tomate, rohe Zwiebel, Knoblauch, Zitrone, Spinat.
    • Übermäßiges Trinken von Tee, Kaffee, Alkohol und übermäßiges Rauchen.
    • Übermäßiger Ärger, Essen während man zornig ist, Aktivitäten mit übertriebener Leidenschaft, übermäßige körperliche Anstrengungen oder Wettbewerbsaktivitäten.

    Die Konstitution für eine pitta – Person:

    • Mittlere, gut proportionierte Gestalt
    • Durchdringende, leicht grau-grüne oder bernsteinfarbene Augen
    • Fettige Haut und fettiges Haar
    • Gedanken sind voller Meinungen und Ideen und liebt es, diese mit anderen zu teilen
    • Freude an Planungen und liebt die Routine
    • Wirkungsvolles vortragen von Ideen und starke Gefühle
    • Heller Teint
    • Freude an körperlichen Aktivitäten, speziell Wettkämpfe
    • Guter Initiator und Führer
    • Gute Zirkulation, schwitzt häufig
    • Gewichtszu- oder abnahme ohne Probleme
    • Schläft gewöhnlich gut
    • Starker, voller Puls, warme Hände

    Kapha (Schleim)

    Die wörtliche Übersetzung von kapha bedeutet „umfassen, Zusammenhalt oder das, was Dinge zusammenhält“.
    Kapha in seiner Rolle als Schmiermittel (Gleitmittel) kombiniert die strukturellen Proportionen von Erde mit Wasser.
    Kapha bildet (baut) den Körper und formt sein strukturelles Skelett, Muskeln, Organe, Ligamente, Sehnen und Haut.
    Kapha schmiert den Körper, um ein glattes Zusammenwirken der Gelenke zu gewährleisten. Mit Kraft, Stabilität und Solidität ist kapha ist der Körper in Ruhe.

    Faktoren, die kapha negativ beeinflussen:

    • Übermäßiger Genuss von Nahrung, die sehr kalt, sehr schwer, ölig bzw. fettig ist.
    • Übermäßiger Genuss von Süssigkeiten wie Zucker, Fett, Milchprodukte, Eiscreme und Fleisch.
    • Aktivitäten wie Schlafen am Tage, keine oder zuwenig körperliche Aktivitäten, kaltes und feuchtes Klima.

    Die Konstitution für eine kapha – Person:

    • Mittlere Gestalt, guter Körperbau
    • Nimmt leicht an Gewicht zu, Probleme bei der Gewichtsabnahme
    • Grosse, attraktive Augen mit dicken Augenliedern
    • Dickes, welliges Haar, etwas fettig, dunkel oder hell
    • Hat Ideen und Gedanken, ist davon aber nicht überzeugt
    • Arbeitet gut mit Routine
    • Beständig, zuverlässig, meidet Veränderungen
    • Gut um ein Projekt oder eine Organisation in Betrieb zu halten
    • Liebt gemütliche Aktivitäten über alles
    • Liebt fette Nahrung, Brot und Stärke
    • Moderates Schwitzen
    • Schwerer, geräuschvoller Schlaf
    • Ruhiger, langsamer rhythmischer Puls, kalte Hände
       

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Die sechs Geschmacksrichtungen

Ein bekannter ayurvedischer Text lautet:

„Währen einer Mahlzeit sollten zu Beginn süße Speisen, saure und salzige Speisen in der Mitte und alle anderen Speisen (bitter, scharf, würzig) zum Ende verzehrt werden.“

Jede der sechs Geschmacksrichtungen – süß, salzig, sauer, bitter, scharf, würzig und adstringierend – welche Mutter Natur uns in ihrer Weisheit zur Verfügung gestellt hat, hat einen ausgeprägten Geschmack und Nährwert.
Nach dem ayurvedischen Diktum sollte man alle sechs Geschmacksrichtungen in jede Mahlzeit einbeziehen zur Aufrechterhaltung einer Balance und zur Erreichung einer Befriedigung. Ausserdem reduziert es den Hunger und die Neigung des Überessens. Es unterstützt das Erreichen und Erhalten eines natürlichen Körpergewichts.
In der ayurvedischen Küche spielen die sechs Geschmacksrichtungen daher eine bedeutende Rolle.

  • Geschmacksrichtung: Süss (Gesund, Kalt und Fettig)
    > ist eine Kombination von Wasser und Erde
    • Rein aus der Natur (satvic) ist es nährend, beruhigend und befriedigend
    • Liefert Kalorien und eine gesunde, glänzende Haut
    • Vermehrt Kapha (Schleim)
    • Honig und Rohzucker sind die besten Beispiele für den süssen Geschmack
       
  • Geschmacksrichtung: Sauer (Leicht, Heiss und Fettig)
    > ist eine Kombination von Erde und Feuer
    • Rein aus der Natur (rajasic) regt es den Verstand an, steigert den Appetit und produziert Speichel
    • Gibt dem Herzen Kraft und regt das Verdauungsfeuer an
    • Verstärkt Pitta (Galle) und Kapha (Schleim), kontrolliert Vata (Wind)
    • Zitrone und Joghurt sind die besten Beispiele
       
  • Geschmacksrichtung: Salzig (Schwer, Scharf und Feucht)
    > ist eine Kombination von Wasser und Feuer
    • Rein aus der Natur (rajasic) verstärkt es den Hunger und verbessert das Aussehen der Haut
    • Verdauungsfördernd und dominiert alle anderen Geschmacksrichtungen
    • Kontrolliert Vata (Wind)
    • Bergsalz, Meersalz sind gute Beispiele
       
  • Geschmacksrichtung: Scharf (Leicht, Scharf und Trocken)
    > ist eine Kombination von Luft und Feuer
    • Rein aus der Natur (rajasic-tamasic) verstärkt es die Sinnesorgane
    • Macht jemanden süss und schärft die Sinnesorgane
    • Kontrolliert Kapha (Schleim) und übermässiger Genuss erzeugt Vata (Wind) und Pitta (Galle), ggf. mit Disfunktionen
    • Schwarzer Pfeffer, Ingwer und rote Chillis sind beste Beispiele
       
  • Geschmacksrichtung: Bitter (Schwer, Kalt und Trocken)
    > ist eine Kombination von Luft und Ether
    • Rein aus der Natur (rajasic) verstärkt es das Nervensystem
    • Es ist verdauungsfördernd, stimmulierend und ein Blutreiniger
    • Kuriert Beschwerden welche durch übermässiges Pitta (Galle) und Kapha (Schleim) verursacht werden
    • Erzeugt Vata (Wind) Beschwerden
    • Kaffee und Chinin sind gute Beispiele
       
  • Geschmacksrichtung: Adstringierend/Herb (Schwer, Kalt und Trocken)
    > ist eine Kombination von Luft und Erde
    • Rein aus der Natur (rajasic) verstärkt das Gefäßsystem
    • Reinigt das Blut, unterstütz die Haut, verdauungsfördernd, assimiliert Fette und Öle
    • Vermindert Pitta (Galle) und Kapha (Schleim), erzeugt verschiedene Vata- (Wind) Störungen
    • Unreife Bananen und Granatapfel sind gute Beispiele
       

Wir sehen also, dass die sechs Geschmacksrichtungen direkten Einfluss auf das Gleichgewicht der drei Doshas haben. Diese sechs Geschmacks-richtungen können also auch nur von Nutzen sein, wenn sie in der richtigen Dosierung verzehrt werden. Falsch angewandt, haben sie Störungen des Gleichgewichts und damit gesundheitliche Auswirkungen zur Folge.

 

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Ayurveda und Nahrung

Nahrung ist etwas, was nicht nur wegen des Geschmacks alleine genossen werden sollte, sondern auch, weil es den Körper mit essentiellen Nährstoffen versorgt und zur Sättingung führt. Kochen ist ein Weg der Fürsorge zur vollständigen Befriedigung.
Indische Köche wenden die ayurvedischen Lehren und ihr Wissen zur Verwendung von Kräutern, Gewürzen, Gemüse und Hülsenfrüchten in der täglichen Küche an. Ayurveda unterstütz dabei, die physische, mentale, soziale und spirituelle Harmonie aufrecht zu erhalten, weil die Art der Nahrung und ihre Zubereitung wesentlichen Einfluss auf das Wohlbefinden des Menschen haben. Die Qualitäten (guna) und das Temperament des Menschen beeinflusst wesentlich den Vorzug für spezielle Nahrung. „Gut zu essen“ hat nicht nur eine natürliche Balance zur Folge, es liefert den Kraftstoff, welcher vom Körper benötigt wird, um zu operieren und zu funktionieren.
Abhängig von der Nahrung kann der Körper wie eine gut geölte Maschine funktionieren, wie ein gut gestimmtes Piano klingen.
Wenn Nahrung bewusst mit Liebe und Achtung zubereitet, gegessen und in unser System aufgenommen wird, wird unser Körper auch die Lebenskraft für Heilung und Wohlbefinden bekommen.

Die Nahrung ist entweder „satvic“, „rajasic“ oder „tamasic“ abhängig von ihrem Charakter und Wirkung auf den Körper und Geist. Man kann am Temperament eines Menschen in der Regel erkennen, welche Nahrung er bevorzugt.

  • Satvic – Nahrung
    • Satvic-Nahrung ist frisch, saftig, leicht, fettig, nährend, süss und schmackhaft
    • Sie stärkt die Geisteskraft, beeinflusst die Stimmung positiv,
    • Satvic-Nahrung ist äusserst gesundheitsfördernd
    • Menschen mit einer satvic-Neigung geniessen saftige Früchte und andere Nahrung von gutem Aussehen, klein in der Menge aber gross im Geschmack und Nährwert 
    • Milch, Butter und Ghee (geklärte Butter), frische, reife Früchte, Mandeln, Datteln, Sprossen, Gerste, Weizen, Tomaten, Karela (indisches Gemüse) usw. sind satvic
       
  • Rajasic – Nahrung
    • Rajasic-Nahrung ist bitter, sauer, salzig, scharf und trocken
    • Diese Nahrung erzeugt Sensibilität, Sexualität, Gier, .., Ärger, Desilusion, Phantasien, Egoismus und unreligiöse Gefühle
    • Menschen mit rajasic-Neigung planen immer eine Zubereitung in unterschiedlicher Art um alle Geschmacksrichtungen zu befriedigen. Die Zunge bleibt unbefriedigt, bis der Magen vollständig mit würzigen Dingen gefüllt ist.
    • Fleisch, Fisch, Eier, Süssigkeiten, frittierte Nahrung, Joghurt, Aubergine, Möhren, Zwiebel, Knoblauch, Zitrone, Tee, Kaffe und jegliche Art von scharfer und würziger Nahrung sind rajasic
       
  • Tamasic – Nahrung
    • Tamasic-Nahrung ist fade, trocken, schlecht schmeckend, unappetitlich
    • Sie stärkt Pessimismus, Ignoranz, Verlust von Menschenverstand, Gier, Faulheit, kriminelle Tendenz
    • Menschen mit tamasic-Neigung bevorzugen es, erst spät zu essen, meist Aufgewärmtes vom Vortag, oft auch halbrohes oder verbranntes Essen
    • Industriell verarbeitet Nahrung, in Dosen oder gefroren sind tamasic
    • Fleisch, Fisch, Eier, Wein, Knoblauch, Zwiebel sind tamasic-Beispiele

 

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